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Tag 5 Montag 28.10.2013

„Ronja! Ich bin Fertig, es ist viertel vor acht, du musst jetzt!“ Ich öffne die Augen, doch sehen tue ich nichts, weil mein Buch in meinem Gesicht liegt. Kurz frage ich mich wie das dahin kommt, die nächste Frage die ich mir stelle ist dann jedoch: verdammt Ronja, hast du dich die ganze Nacht keinen Millimeter bewegt? Anscheinend nicht. Daran sieht man wie unglaublich Fertig ich hier ins Bett falle. Ich will aufstehen und in die Dusche gehen, doch in dem Moment ist sie schon besetzt. Tja, da war ich wohl einfach zu langsam. Frühstück, dann duschen und los nach Gathiga! Den ganzen Vormittag wird gewaschen. Mein rücken schmerz höllisch und meine Finger sind wund aber immerhin komplett sauber. Viel mehr kann ich über diesen Vormittag nicht berichten, da ich wirklich bis 13.00 Uhr nur gewaschen habe. Dann gibt es Mittagessen und danach kommen die Kleinen zum Kuscheln und Spielen. Anna und ich wollen danach nach Wangige, da ist heute Kleidermarkt und vom Heim läuft man in etwa so 45 Minuten. An und für sich kein Ding, aber ich hab schon sei dem Morgen Blasen an meinen Füßen, dazu ist es schon wieder schrecklich heiß und kurz vor unserem Ziel muss man den steilsten Berg überhaupt hoch. Vollkommen erledigt kommen wir auf einem komplett unüberschaubaren Markt an, auf welchem wir schnell die Attraktion schlecht hin werden. Wir laufen ein wenig umher, aber so wirklich sehen wir nichts. Anna muss noch zur Post und danach treffen wir ihn. Er, eigentlich ein hübsches Gesicht, lächelt mich an und sagt: „How are you, beauty?“, da man solche Sprüche hier 1000 mal am Tag zu hören bekommt denke ich nicht weiter drüber nach und verhalte mich einfach so wie immer in dem ich sage: „fine, thank you!“. Aber er lässt nicht locker und labert mich bestimmt 15 Minuten voll, bis ich ihn endlich in der Menge abhängen kann. Zum Glück denke ich mir. Anna und ich gehen in den Supermarkt ich kaufe 10 Liter Wasser, die ich grad so in meinen Rucksack bekomme und ein Eis- Fehler, stellt sich nach Kurzem heraus, denn fals das überhaupt geht, mutiere ich mit dem Eis zu einer noch größeren Attracktion, sodass ich es gar nicht genießen kann. Wir laufen weiter, ein LKW versperrt uns den Weg und wir wollen uns Rechts an ihm vorbei drücken, als Er auf einmal wieder da steht. Abrupt drehe ich um, aber zu Spät, er hat uns gesehen und die Verfolgungsjagd beginnt aufs neue. Bestimmt 30 Minuten rennt er uns hinterher, und redet uns voll, wir wollen ihn nur noch los werden, und so langsam fängt er echt an mir Angst zu machen. Ich werde wütend und verzweifelt weil egal wie schnell wir rennen und egal was wir sagen er einfach nicht bereit ist uns in Ruhe zulassen. Und da wir hier die einzigen Weißen sind gelingt es uns auch nicht einfach mal so in der Menge unterzutauchen. Irgendwann packt es mich und ich schreie ihn an, dass er sich verpissen soll und aufhören soll uns hinterher zu rennen. Dummerweise zittert meine stimme weil er mir Angst macht und ich wütend bin, sodass ich es nicht schaffe so bedrohlich zu klingen wie ich will, und die Kenianer um mich herum anfangen zu lachen. Jetzt bin ich dazu auch noch vollkommen verunsichert und fühle mich irgendwie bloßgestellt. Bloßgestellt von mir selbst. Anna und ich gehen weiter, und was mich vollkommen überrascht, er bleibt stehen und läuft uns nicht mehr hinterher, anscheinend hat ihn meine Ansage doch ein wenig schockiert. Dummerweise braucht Anna noch dringen Zigaretten, der Stand an dem es allerdings welche gibt ist leider nur über die Straße, und da Kenianer nicht rechnen können, der Verkäufer also erstmals sein Handy rausholen muss und alles einzugeben, was gefühlte 100 Jahre dauert. Diese Zeit reicht unserem Verfolger um zur Besinnung zu kommen und uns wieder hinterher zurennen. Da wir so nicht nach Hause gehen wollen oder besser gesagt ich, weil ich Angst habe, da der weg komplett unbelebt ist, rennen wir ein weiteres Mal quer über den Markt und versuchen ihn abzuhängen, aber auf unsere dummen Tricks fällt er nicht herein. Anna und ich geben auf. Wir laufen langsam und ignorieren ihn, was ihn dummerweise ganz schön Sauer macht. Er fängt an rumzuschreien und sich immer wieder zwischen uns zu drängen. Irgendwann schreit er nur noch:“ GO! GO away! And never come back!“ Das war das Letzte was wir von ihm gesehen oder gehört haben und ich kann endlich mit einen 10 Kilo auf dem Rücken nach Hause laufen. ( so schlimm wie es sich jetzt anhört war es aber gar nicht) Das einzige was ich zuhause noch will ist duschen essen und schlafen, ich bin noch müder als an den anderen Tagen. Tag 5
1.11.13 14:26
 


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