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Tag 0 Mittwoch, 23.Oktober 2013

Nach Gestern, einem Tag voller rum Gerenne, um noch letzte Dinge zu erledigen und dem Abschied von Oma und Papa, habe ich diese Nacht nur eine halbe Stunde schlaf bekommen. Ich war so unglaublich aufgeregt, dass ich zig mal meine Sachen durchgegangen bin um dann schlussendlich nicht schlafen zu können. Um drei Uhr dreißig klingelt dann mein Wecker und ich denke nur Nein! Nein ich will Das jetzt nicht. Noch nicht, oder vielleicht auch gar nicht. Ich stehe dennoch auf, renne in die Dusche und hetze hinaus. Mama ist schon wach, läuft mir im Flur entgegen und mir schießen die Tränen in die Augen, aber ich will jetzt nicht weinen. Nicht vor ihr, sie ist in letzter Zeit genug verunsichert gewesen. So lächle ich und sie kocht Kaffee. Und dann geht alles ganz schnell und wir sitzen im Auto und ich habe einen dicken, fetten Kloß im Hals. Auch meine Stimme klingt nicht so stabil wie sie eigentlich sollte, daher sag ich nicht viel. Am Flughafen kommt uns schon Eleni entgegen, wie untypisch, aber im Endeffekt ist heute eh alles anders. Wir geben mein Gepäck auf. 5 Kilo Übergewicht, aber ein lächelnder Mann hinter dem Schalter der alle Augen zudrückt, tut so als würde es ihm gar nicht auf fallen. Glück gehabt! Nach einer haben Stunde in etwa ist es so weit und ich gehe rein. Mittlerweilen sind auch Rubin, Alina, Mimi und Charly eingetroffen. Der Kloß in meinem Hals lässt sich nicht mehr herunter schlucken und so rollen die Tränen ungestoppt. Eigentlich wollte ich doch nicht weinen. So ein Mist. Zögerlich gehe ich rein, und alle stehe an der Scheibe. Ich will sie nicht ansehen, denn ich weiß, dann werde ich schluchzen. Der Mann hinter dem Sicherheitsding versteht mich kaum als ich versuche ihn zu fragen ob ich Einweg Kameras und ähnliches aus meinem Rucksack räumen muss und so schiebt er verdattert einfach alles rein. Und dann gucke ich doch zur Scheibe. Die Tränen laufen und ich schluchze. Die frau bei dem Sicherheitsding guckt so mittleidig, sodass sie mich trotz Piepen durchwinkt. Ganz schön dumm. Wäre ich ein Selbstmörder würde ich in diesem Moment auch weinen. Ich laufe also durch, und auf einmal steht da der Mann vom Schalter, wirft meinen Weibern an der Scheibe Kusshände zu und kommentiert so ziemlich alles. Ein letztes Mal drehe ich mich um, weiß nicht ob ich weinen oder lachen soll, aber mein Körper entscheidet das von ganz allein. Wasserhahn auf! Dann gehe ich endgültig rein, und die Tränen lassen sich bis Zürich nicht mehr stoppen. Da hilft es auch nicht dass der Mann vom Schalter mich beim Betreten des Flugzeuges in seinen Arm nimmt und mir versichert ein halbes Jahr ist nicht lang, die Schokolade, die er mir in die Hand drückt hilft auch nicht, schmeckt aber trotzdem. Ich fliege ja nicht umsonst mit Swiss! In Zürich angekommen bin ich gestresst. Ich muss mit einer Flughafen U-Bahn fahren und finde mich nicht zurecht, schaffe es aber noch rechtzeitig zu meinem Anschlussflug, Im Flugzeug bin ich vom ganzen weinen und dem wenigem Schlaf so erschöpft dass ich recht schnell einschlafe. In Nairobi angekommen checke ich das ganze System nicht, so dass meine Koffer die Letzten auf dem Band sind. Ich komme raus. Das erste Mal habe ich Kenianischen Boden unter meinen Füßen und bin komplett überfordert mit der Situation. Aus dem Augenwinkel sehe ich einen blonden Kopf und von da an läuft alles gut, denn ich weiß dass das nur Flo sein kann. Ich steige mit Flo und Moses ins Auto und fahre nach Hause. Wie sich das anhört. Aber nichts anderes ist das Haus, ab jetzt für die nächsten 6 Monate für mich. Als ich ankomme sind alle ganz lieb und offen, es schockiert mich ein wenig das mein Zimmer etwa 15qm groß ist und noch drei Anderen gehört. Ich schlafe ab jetzt oben bei einem Doppelstockbett und mir gehört ein ganzes Regalfach. Das bildet jetzt also mein neues zuhause denke ich mir und schmunzel über mich selbst. Was hab ich mir denn auch gedacht? An und für sich ist das Haus recht groß und bietet Platz für 22 Freiwillige, drei Erwachsene und zwei kleine Kinder, die ich von der ersten Sekunde an im mein herz schließe. Degua und Jerry, beide recht verzogen aber auch außerordentlich hübsch. Ziemlich schnell beschließe ich ins Bett zu gehen, denn ich denke ich bin schon ganz schön müde von der Reise, aber wie sich herausstellt bin ich das wohl nicht und liege ziemlich lange wach in meinem Bett und denke über all die neuen Eindrücke nach. Schlussendlich schlafe ich trotz dauer bellender Hunden und Wasser rauschen ein.
1.11.13 14:21
 


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